30. November 2017

Rezension: Infiziert

Selbst wenn es dich verschont, wirst du nie wieder sein wie zuvor!
("Infiziert" von Teri Terry, Coppenrath)





"Infiziert" von Teri Terry

Coppenrath 

ISBN 978-3-649-62599-5

19,95€

Umfang: ~477 Seiten

Inhalt
Callie, Kais jüngere Schwester, ist vor einem Jahr als vermisst gemeldet worden und seitdem wurde sie nicht mehr gesehen. Shay ist die Letzte, die das Mädchen gesehen hat. Gemeinsam mit Callies Bruder Kai begibt Shay sich auf die Suche - und stößt dabei auf etwas mit katastrophalem Ausmaß. Eine mysteriöse Krankheit, genannt die Aberdeen-Grippe, breitet sich in Schottland aus. Jeder, der sich infiziert, stirbt an dieser Krankheit, mit einigen wenigen als Ausnahme. Für Shay und Kai beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es gilt herauszufinden, in wie weit das Verschwinden von Callie mit dem Ausbruch dieser Krankheit in Verbindung steht. Währenddessen rafft die Epidemie das Land dahin ...

Cover
Das Cover zeigt das Gesicht eines Mädchens mit Sommersprossen und blauen Augen, und die weiße Silhouette ihrer Hände, die sie vor ihr Gesicht hält. Darunter steht in einem dominanten rot geschrieben der Titel, Infiziert. Das ganze Cover gefällt mir nicht so gut. Der Weiß-Anteil, welcher aussieht wie die beiden Hände, ist mir zu groß, dadurch wirkt das gesamte Cover meiner Meinung nach etwas eintönig. 

Schreibstil:
Teri Terry hat einen gelungenen Schreibstil, das weiß ich. Infiziert ist nicht das erste ihrer Bücher, das ich lese. Trotzdem muss ich sagen, dass dieser Schreibstil mich in Infiziert nicht überzeugen konnte. Die Sätze sind oft zu einfach gestrickt, die Aussagen der Charaktere sind zu simpel, zu nichtssagend teilweise. 

Geschichte / Inhalt: 
Die Idee hinter der Geschichte gefällt mir sehr gut, allerdings gilt das nicht für die Umsetzung. Das Buch hat mich leider ziemlich schnell enttäuscht. Der größte Kritikpunkt von meiner Seite aus ist, dass Shay davon spricht, unsterblich in Kai verliebt zu sein, nachdem sie ihn einen halben Tag kennt. Das ging mir viel zu schnell! Das Gleiche gilt für die gesamte Handlung. Natürlich ist ein Jugendroman auf eine gewisse Seitenzahl reduziert, aber in Verbindung mit dem Schreibstil wirkt alles so "da hin geklatscht". Alles passiert zu schnell, allem voran wie bereits gesagt die Liebesgeschichte zwischen Kai und Shay. 
Die Autorin hat es sich auch insgesamt sehr leicht gemacht. Immer, wenn eine Situation auswegslos erscheint, kann Shay den Moment mit ihrem sehr außergewöhnlichen fotografischen Gedächtnis retten - und zwar jedes Mal aufs Neue. Ihr Gedächtnis ist so gut, dass sie Erinnerungen wieder und wieder durchleben kann und somit auf kleinste Details aufmerksam wird. Ich weiß, dass es so etwas wie ein fotografisches Gedächtnis bei manchen Menschen gibt, doch übertreibt die Autorin es meiner Meinung nach etwas. 
Dazu kommt, dass die Geschichte abwechselnd aus Shays und aus Callies Sicht geschrieben wird. Schön und gut, diese Methode wird häufig verwendet. Allerdings passieren die Wechsel zu schnell. Alle 1 1/2 bis 5 Seiten wird die Sichtweise wieder von Shay zu Callie, beziehungsweise von Callie zu Shay gewechselt. Ebenfalls ein klarer Punkteabzug! 

Charaktere:
Zu den Charakteren möchte ich an dieser Stelle nicht mehr viel schreiben. Sie leiden sehr unter dem Ablauf der Geschichte und dem doch leider enttäuschenden Schreibstil. Tiefergehende Charakterisierungen kommen in Infiziert nicht vor. 

Fazit:
Insgesamt gab es für mich zu viele Kritikpunkte. Zu viel Aktion auf zu wenig Seiten. Alles wirkt gehetzt, der Text geht nicht in die Tiefe. Die Charaktere sind platt. Dafür ist die Story gut. Mit einer anderen Umsetzung hätte daraus ein tolles Buch werden können.
Ich entschuldige mich an dieser Stelle dafür, dass ich so hart bin. Aber ich bin leider sehr enttäuscht von Infiziert

Cover:🌗 (50/100)
Schreibstil: 🌑 (0/100)
Inhalt: 🌘 (25/100)
Charaktere: 🌘 (25/100)
Gesamtpaket: 🌘 (25/100)

Weiter geht es für mich mit "Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle", und danach geht es ENDLICH zu "Das Lied der Krähen"!!!

Eure Anna


7. November 2017

Rezension: Die Mühle

Nichts funkelt verräterischer,
nichts bringt uns mehr in Gefahr,
als unseren Erinnerungen zu vertrauen.
("Die Mühle" von Elisabeth Herrmann, cbt)





"Die Mühle" von Elisabeth Herrmann

cbt 

ISBN 978-3-570-16423-5

17,99€

Umfang: 442 Seiten

Inhalt
Jahre nachdem Lana die coole Clique, genannt The Court, das letzte Mal in der Schule gesehen hat, kommt sie durch einen verrückten Zufall an eine Einladung zu einem Kurztripp mit der ehemals so angesagten und beliebten Clique. Deren Mitglieder - Siri, Franziska, Joshua, Stephan, Cattie und Tom - sind wenig begeistert von ihrem Auftauchen in dem Hotel in Karlsbad, akzeptieren ihre Anwesenheit aber. Nach einer Übernachtung im Grandhotel geht es am nächsten Tag auf einen von dem unbekannten Wohltäter (welcher für ihren Aufenthalt zahlt) geplanten Ausflug zu einem Picknick in den Bergen. Aufgrund eines - wie es scheint zufälligen - Zwischenfalls findet sich die Gruppe um Lana alleine und ohne Kontakt zur Außenwelt in einer alten Mühle in den Bergen wieder. Damit beginnt ein Abenteuer, wie Lana es niemals hätte erwarten können. Schnell wird ihr klar, dass hinter den arroganten Masken der anderen etwas Düsteres steckt. Doch viel wichtiger ist: Wer steckt hinter der Einladung? Wer hat sich diese Spielefür die Gruppe ausgedacht? Und wer hinterlässt ihnen all die seltsamen Botschaften? Als der erste aus der Gruppe spurlos verschwindet, bricht die Panik aus.

Cover
Das Cover zeigt eine alte Mühle und Raben, und wirkt dabei sehr düster und geheimnisvoll. 

Schreibstil:
Ich habe bisher noch nichts von Elisabeth Herrmann gelesen, doch das wird sich ab jetzt ändern. Ihr Schreibstill ist einfach nur toll. Sie hat eine sehr fesselnde Art Spannung aufzubauen, sodass ich diesen Thriller kaum aus den Händen legen konnte!

Geschichte / Inhalt:
Lanas Abenteuer, oder besser: ihr Horrortrip, hat mir von Anfang an gefallen. Nicht nur der Protagonistin, sondern auch dem Leser wird schnell klar, dass die Clique ein düsteres Geheimnis hat, welches für die schrecklichen Dinge verantwortlich ist, die passieren. Obwohl es absehbar scheint, dass Die Mühle ein Final-Destination-Szenario sein muss, in dem einer nach dem anderen stirbt, hält sich die Spannung aufrecht und der Autorin gelingt es immer wieder, etwas Unerwartetes geschehen zu lassen. Ich möchte nicht zu viel verraten, deswegen halte ich mich zurück. Ich kann nur so viel sagen: Die Geschichte von Elisabeth Herrmann ist absolut spannend, fesselnd, mitreißend und lässt einen nicht mehr los!

Charaktere
Charaktere haben wir einige. Lana als Protagonistin gerät durch einen Zufall in dieses Abenteuer mit rein, unter anderem auch weil sie ihre Neugier nicht zügeln kann. Als es ernst wird ist sie ziemlich tough und nimmt vieles selbst in die Hand, was mich sehr fasziniert hat. Ich konnte mich an vielen Stellen mit ihr identifizieren und mich in sie hineinversetzen, was das Ganze noch spannender gemacht hat.
Die Clique besteht aus Siri, Franziska, Cattie, Stephan, Tom, Joshua und Johnny. Johnny lernen wir direkt zu Beginn kennen, und er ist es auch, der Lana seine Einladung zu dem Treffen überlässt. Durch Lanas Begegnung mit ihm wird von Anfang an Lanas Faszination für die Gruppe um Johnny klar. 
Siri, Franziska und Cattie sind der weibliche Teil der Clique. Cattie ist die mutigste von ihnen, Franziska ist als einzige nett zu Lana und Siri gehört zu der Sorte Mädchen, die bei Männern den Beschützerinstinkt wecken. Der männliche Teil der Gruppe, der Teil des "Abenteuers" ist, besteht aus Stephan,Tom und Joshua. 
Sie alle haben einen sehr eigenen, aber dennoch stereotypischen Charakter. Das hat mich aber nicht weiter gestört, da man als Leser selten Charaktere geboten bekommt, die nicht auf irgendeine Art und Weise Stereotypen sind. 

Fazit
Alles in allem ist Die Mühle von Elisabeth Herrmann ein rundum gelungener und packender Thriller. Ich habe ihn innerhalb von 3 Tagen verschlungen. Deswegen kann ich den Roman auch nur weiter empfehlen an alle, die gute Thriller mögen und sich damit abfinden können, wenn das ein oder andere ein bisschen zu absehbar ist. 

Cover: 🌖 (75/100)
Schreibstil: 🌕 (100/100)
Inhalt: 🌕 (100/100)
Charaktere: 🌖 (75/100)
Gesamtpaket: 🌕 (100/100)

Weiter geht es mit "Infiziert" von Teri Terry, welches ich dazwischen schieben werde, da es ein weiteres von MUKK ausgeliehenes Rezensionsexemplar ist. Vielen Dank an dieser Stelle an MUKK für die tolle Unterstützung!

Bis Bald, 
Eure Anna

2. November 2017

Oktober: Gelesene Bücher

Hallo ihr Liebe! 

Heute präsentiere ich euch noch einmal einen Überblick über meine im Oktober gelesenen Bücher: 

"Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen" von Kathrin Lange,
"Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout,
"Neongrüne Angst" von Klaus-Peter Wolf und
"Der Duft von bitteren Orangen" von Claire Hajaj. 

Das Highlight des Monats war definitiv und unangefochten "Morgen lieb ich dich für immer". Das hätte ich nie vermutet, denn reine Liebesgeschichten sind für gewöhnlich nicht so mein Ding, aber dieser Roman von Jennifer L. Armentrout hat mich vom Hocker gerissen! Ich habe geweint, gelacht, geschmunzelt, die Stirn gerunzelt, und, und, und. 
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die Bücherabteilung von MUKK für das Ausleihen der Rezensionsexemplare. Ohne euch hätte ich "Morgen lieb ich dich für immer" niemals gelesen! Also danke! :-) 

Ich hoffe, dass euch der Monat Oktober hier gefallen hat! In Zukunft habe ich vor, auch hier etwas aktiver zu werden. Wer meinen Instagram Account kennt, weiß, dass ich dort sehr aktiv bin und beinahe jeden Tag etwas poste. Wer mich dort also noch nicht kennt - Kommt vorbei! Meinen Account-Namen findet ihr rechts (→).
Ich freue mich auf euch :-)

 
Viele Grüße,
Eure Anna